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Aktuelle Informationen |
vorgestellt. Im „Deutschen Filmmuseum Frankfurt a.M" waren im
Sommer erstmalig beide Veranstaltungs-Formen gleichzeitig an einem Ort zu
sehen. Im Anschluss gingen nun die Exponate in die Niederlande, vom 28.
Nov. bis 22. Dez. 2001 wird nämlich die Galerie Objektief (Enschede,
Walstraat 33) das Foto-Projekt "Hermana mia! - Meine Schwester"
präsentieren. Auch bei der dortigen Vernissage, am Mittwoch, den 28. Nov.,
um 20.oo Uhr, kommt es zu einer Premiere. Zum ersten Mal wird dann das
dritte Arbeitsergebnis von Brigitte Tast zu der „Hermana mia"-Thematik
aufgeführt: Geheimnisse. Deutlich' (43 S/W-Dias, ca. 12 min.), ebenfalls in
sich eigenständig, mit teilweise dafür neu ausgewählten Fotoaufnahmen. „Ich habe mich gefragt, welche Vorläufer Brigitte Tasts Fotografie haben könnte. Vielleicht muss man zurückgehen bis zu den anekdotisch-geheimnisvollen Bibel-Illustrationen von Julia Margaret Cameron, die ihre Freunde und Dienstmädchen, deren Freunde und |
wiederum deren Kinder einspannte, um einfühlsame Szenen der Zuneigung hervorzubringen. Interessant ist, dass
diese Tradition, also das persönlich-psychologische Porträt und das
Aktporträt, im modernen Schub der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
tabuisiert oder jedenfalls zurückgedrängt wurde. Obwohl Leute wie Man Ray
oder Edward Weston sehr persönliche Beziehungen zu ihren Modellen hatten,
taten sie alles, um diese Seite nicht darzustellen. (...) Die persönliche
Beziehung war weiterhin da, aber sie hatte für eine Weile ihr Publikum
eingebüßt, also Leute, die bereit sind, sich hineinzuschauen in die
psychosexuelle Dimension eines Bildes, und die willens sind, diese
auszudeuten." (Ulf Erdmann Ziegler, in seiner Einführung zur Ausstellung "Hermana mia!" im Deutschen Filmmuseum Frankfurt a.M.) |
| Aktuelle Informationen o6/01 In ihren Projekten verbindet die Künstlerin Brigitte Tast ihre Fotografie mit Elementen aus Film und Literatur. Bilder werden von ihr zu Diptychen und Sequenzen aneinandergereiht, Lichtbilder mit Texten verknüpft, und bei den Projektions-Programmen wird den Zuschauern eine komplette Geschichte vorgetragen. So verwundert es nicht, dass man ihre Arbeits-Ergebnisse je nachdem in Fotobänden, in Ausstellungen oder als Dia-Performance in Galerien, Bibliotheken oder Kinos finden kann. Diese assoziative Herangehensweise ist auch der Grund für die Präsentation ihrer Fotoserie "Hermana mia! - Meine Schwester" (1998 -99) im "Deutschen Filmmuseum". |
Von Anfang an war "Hermana mia!
- Meine Schwester" als Diageschichte und als textlose Foto- Ausstellung konzipiert. Im "Deutschen Filmmuseum" (Frankfurt a.M., Schaumainkai 41) werden erstmalig beide Veranstaltungs-Formen an einem Ort zu sehen sein. Nach der Ausstellungs-Vernissage am Sonntag, den 1. Juli 2001, um 17 Uhr wird zusätzlich um 18 Uhr im Kino auch eine Vorführung von "Hermana mia! - Meine Schwester" stattfinden. Dabei wird die Autorin ihren Text neben der Leinwand stehend selbst einlesen. Eine weitere Vorführung findet zum Ende der Ausstellung, am Sonntag, den 16. Sept. 2001, um 20.30 Uhr statt. Sehr oft beschäftigen sich die Arbeiten von Brigitte Tast mit Identität und Sexualität, so auch "Hermana mia! - Meine Schwester". Das Wiedererkennen in einer anderen. Ich schaue dich an und sehe mich", die |
Wesensverwandtschaft als
Spiegel, ist dabei das zentrale Thema. Um in den Schwarz-Weiß-Fotografien ihre
Beobachtungen verdichten und auch Zwischen-Bereiche darstellen zu können,
stellte sie dafür Bild-paare zusammen, manchmal irritierende Kombinationen aus
weiblicher Erotik und bedrohlichen Landschafts-Details. Vierzig dieser eigenwilligen Diptychen bilden die Ausstellung in der Galerie des "Deutschen Filmmuseums". Im Anschluss gehen diese Exponate in die Niederlande. Vom 28. Nov. bis 22. Dez. 2001 zeigt dann dort die "Galerie Objektief" (Enschede) die ausgewählten Fotografien aus "Hermana mia! - Meine Schwester". |
| Aktuelle Informationen o4/01 "Brigitte Tasts Bilder haben eine Faszination, der man sich nicht entziehen kann. Die Fotografin nimmt den Betrachter gleichsam mit ins Bild hinein. Sie sucht den Dialog. Deshalb ist es wohl nur die Konsequenz ihres künstlerischen Weges, dass sie eine ganz eigene Ausdrucksform gefunden hat in Foto-Text-Kombinationen. Sie nennt sie 'Diageschichten'." (Sabine Neubert, Neues Deutschland) "Brigitte Tast mag es einfach. Ein dunkler Raum, ein klackender Projektor, Schwarz-Weiß-Dias und sie selbst. Besinnung auf das Wesentliche: Diageschichten." (Dia-Magazin) "Die in Hildesheim und Berlin lebende Künstlerin erzählt zu ihren Bildern, unmittelbar neben der Projektionsleinwand stehend, oft sehr persönliche Geschichten. Dieser enge Kontakt zum Publikum gibt den Vorträgen große Unmittelbarkeit, beinahe Performance-Charakter." (Lübecker Nachrichten) Das persönliche Vorführen ihrer Arbeiten besitzt für |
Brigitte Tast einen hohen
Stellenwert. Bei all ihren Diageschichten war dies ein ganz wichtiger
Bestandteil. Auch bei den beiden Tourneen 1999 mit "Hermana mia! - Meine
Schwester" war dies der Fall. Innerhalb einer vom VHS-Keller-Kino"
organisierten Matinee-Veranstaltung am Sonntag, den 22. April, 11.3o Uhr, im
Hildesheimer Thega-Film-Palast" wird Brigitte Tast nun zum ersten Mal eine ihrer
Diageschichten nicht selbst vortragen. Die Berliner Filmschauspielerin Inga
Busch ("Aprilkinder"), mit der die Fotografin bereits in einigen Projekten
zusammengearbeitet hat, wird bei dieser "Hermana mia!" -Vorführung den Text in
die projizierten Bilder lesen. Von Anfang an hatte Brigitte Tast diese Arbeit sowohl als Dia-Projektion mit eingelesener Geschichte als auch als text-lose Ausstellung konzipiert. Vom 1. Juli bis 16. September 2001 wird "Hermana mia! - Meine Schwester" jetzt erstmals als Ausstellung zu sehen sein. Das Deutsche Filmmuseum" (Frankfurt a.M.) hat dafür zusätzlich ein spezielles Rahmen-Programm mit zwei Diageschichten-Aufführungen und einer kleinen Film- |
Reihe
zusammengestellt. Im Anschluss geht diese Ausstellung in die Niederlande. Vom 28. Nov. bis 22. Dez. zeigt dann dort die "Galerie Objektief" (Enschede) die etwa vierzig, dafür ausgewählten S/W-Diptychen aus "Hermana mia! - Meine Schwester". "Villes et Valises" (Städte und Koffer) ist eine kulturelle Initiative, die Studenten, Intellektuelle und Künstler zusammenführen möchte, um gemeinsam Über Mobilität und städtischer Raum zu reflektieren. Nachdem diese Aktion unter der Überschrift "Transit" im letzten Jahr erfolgreich gestartet wurde, hat nun die Universite Marc Bloch (Strasbourg) mit dem Thema "Arriver" (Ankunft) dieses Projekt neu aufgelegt. 100 Profi-Fotografen, darunter Brigitte Tast, wurden dafür eingeladen, sich mit einer Fotografie an dieser Diskussion zu beteiligen. Gleichzeitig werden zwanzig Studenten zu diesem Thema, jedoch aus einer Außenseiter-Sicht auf Strasbourg bzw. einer anderen Stadt in Europa oder im Maghreb, arbeiten. Die Ausstellung "Arriver" findet vom 11. bis 27. Mai 2001 statt. Dazu erscheint ein ausführliches Katalogbuch, zu dem bekannte Schriftsteller Text-Beiträge beisteuern werden. |
| Aktuelle Informationen o1/01 Während einem etwa 300 km langen Fußmarsch von Wolfenbüttel nach Berlin entstanden im April und Mai 2000 die ersten Fotografien für die Diageschichte "www.allein-fuer-dich.de", im Sommer folgten dann in Worms, im Harz und in Berlin die Aufnahmen mit den beiden Darstellerinnen, Inga Busch und Christiane Wegner. In dieser neuen Foto-Text-Kombination (Regie und Fotografie: Brigitte Tast; Buch: Brigitte Tast, Hans-Jürgen Tast) geht es u.a. um das Misstrauen gegen-über schneller Kommunikation und die Suche nach größerer Glaubwürdigkeit. "Ist Vertrauen erlaufbar? Glück erzwingbar? Wann ist eine Nachricht wahr?" Die Schwarz-Weiß-Bilder zeigen zum einen im Panorama-Format Landschaften, hauptsächlich aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg, zum anderen kurze Gedanken-Strecken, Erinnerungen an eine frühere Beziehung, bzw. Film-Ideen für eine bewunderte Schauspielerin. Auch mit der bislang letzten Diageschichte, "Hermana mia! - Meine Schwester", gibt es in diesem Jahr |
Premieren. Innerhalb einer vom "VHS-Keller-Kino" organisierten
Matinee-Veranstaltung am Sonntag, den 22. April, im Hildesheimer "Thega-Film-Palast"
wird zum ersten Mal Brigitte Tast eine ihrer Diageschichten nicht selbst
vortragen. Die Filmschau-spielerin Inga Busch ("Aprilkinder"), die - wie bereits
erwähnt - in "www.allein-fuer-dich.de" als Darstellerin mitwirkt, wird bei
dieser Vorführung den Text in die projizierten Bilder einlesen. Außerdem wird ab Sonntag, den 24. Juni 2001, "Hermana mia! - Meine Schwester" erstmals als Ausstellung zu sehen sein. Das "Deutsche Filmmuseum" (Frankfurt a.M.) hat dafür ein spezielles Rahmen-Programm zusammengestellt mit zwei Diageschichten-Aufführungen und einer kleinen Film-Reihe. "Der erste Eindruck von Brigitte Tast: eine schüchterne, zurückhaltende, fast unscheinbar wirkende Frau. Die Tiefen und Dunkelheiten, die für ihre Arbeit kennzeichnend sind, lassen sich kaum erahnen. Berührende Direktheit, ehrliche Offenheit, autobiografisch gefärbte Texte, Aphorismen. Der |
Versuch, Brigitte Tast einzuordnen, fällt schwer. 'Denn mich
reizt das Ungewisse, mich reizt das Direkte, das Anstößige, das Maßlose, dieser
Abstand zum Gewöhnlichen...' (Brigitte Tast in ' Hermana mia!') Sie spricht aus, was man selbst bisher nicht auszudrücken vermochte, bzw. nur als wage Ahnung in sich spürt. Jedoch ist sie sich dessen bewusst. Sie ist sich auch bewusst, wie schwer es manchmal sein kann auszuhalten, was sie im Publikum hervorlockt. Aber genau das will sie. Sie will Resonanz. 'Wer bin ich?' fragt Brigitte Tast und sucht in der Resonanz des Publikums, seinen Gefühlen und Emotionen Antwort. Meistens spielen Frauen die Hauptrolle in ihren Arbeiten. Der Austausch mit ihnen ist für Brigitte Tast Spiegel ihrer eigenen Gefühle, Träume und Wünsche. Lacan behauptet, das (eigene) Spiegelbild sei Bildner der Ich-Funktion. Aber muss dieses Spiegelbild tatsächlich das eigene sein? Nein, es muss nicht. Die Reflexion der eigenen Gefühle und Bilder in z.B. einem anderen Menschen, einem Buch, Film, Bild etc. reicht völlig aus. Und wird meistens dankbar angenommen." (Jacqueline Siemon) |
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